Grundlage – Warum

  • Argentinien

    • Fläche: 2.780.400 km²
    • Einwohner: 44.044.811
    • Bevölkerungsdichte : 5,84 hab./km²
    • BIP: USD 927.875 Millionen
    • BIP pro Einwohner: USD 22.404

Bevölkerungsdichte

Trotz reichhaltiger und großer Ressourcen an Bodenschätzen (Petroleum, Erdgas, Kohle, Edelmetallen, Salzen) und eine durch geographische Besonderheiten besonders ergiebige landwirtschaftliche Produktion (nicht umsonst wird Argentinien als eine der großen Getreidekammern der Welt bezeichnet), lebt laut offiziellen Angaben etwa ein Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Innoffiziellen Angaben zufolge sind es noch weitaus mehr.

Die schnelle Desindustrialisierung und der Privatisierungen großer Unternehmen ist eine der Gründe der stetig stärker werdende Landflucht und –vertreibung in Argentinien seit einiger Zeit. In der Folge wachsen die Arbeitslosigkeit und die Abwanderung  eines Großteils der Landbevölkerung in die drei großen Städte des Landes (Buenos Aires, Rosario und Córdoba), während fruchtbares Land durch Sojamonokulturen multinationaler Großkonzerne nach und nach abgewirtschaftet wird.

Oft führen sie ein Randdasein und leben in provisorischen und sehr prekären Lebensverhältnissen, z.B. in den so genannten „Villas Miseria“ (Elendsviertel), wo elementare Lebensvoraussetzungen fehlen.
In Gesellschaften der so genannten Industrienationen undenkbare Verhältnisse bestimmen den Alltag dieser Menschen, die auf engstem Raum ohne Anschluss an Abwassersysteme, Trinkwasser, Müllabfuhr, Gesundheitsvorsorge, Bildun, etc. leben.

Ein Leben in einem Elendsviertel, einer Villa Miseria, bedeutet meist unwürdige Lebensumstände, die sich nicht nur auf die Lebensqualität der betroffenen Menschen auswirken, sondern auch einen enormen Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse und somit Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft haben.

 

Diese Verhältnisse wirken sich besonders stark auf das Leben der Kinder und Jugendlichen aus, die den überwiegenden Teil der armen Bevölkerung ausmachen.  Laut einer Studie der INDEC (Argentinisches Amt für Statistik und Zahlen)  vom 2017, leben 47 % der argentinischen Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Nur 60 % aller Kinder beenden ihre Schulausbildung, etwa 422 000 Kinder brechen nach der Grundschule ihre Ausbildung ab.  Die Kinderarbeitsrate liegt bei 31%.

Armut und extreme Armut. INDEC 2017

Statistiken dieser Art über relative und extreme Armut, Unterernährung, etc. scheinen kein Ende zu nehmen. Und dies in einem Land wie Argentinien, wo sich die Elendsviertel mit jeder neuen Wirtschaftskrise vervielfachen und wo es wichtiger zu sein scheint, einen Tank mit Biodiesel füllen zu können, als Kinder mit genügend Nahrung zu versorgen.

El abandono social y la falta de oportunidades generan en muchos casos el cirujeo, violencia familiar, vicios, delincuencia, etc. Una degradación del individuo con la pérdida de sus valores y su dignidad. En estos barrios marginales se encuentran familias con más de seis generaciones de desnutridos, anémicos, con malformaciones físicas y discapacidades.